Sowohl in meinem Berliner Büro, als auch in meinem Wahlkreisbüro in Rastatt ermögliche ich Studentinnen und Studenten gerne einen Einblick in meine politische Arbeit. Für die Dauer von sechs bis acht Wochen erwarten die Praktikantinnen und Praktikanten spannende Dinge. Sie nehmen an Sitzungen teil, begleiten mich zu Terminen, unterstützen mein Team bei der Büroarbeit und können auch das SPD-Bundestagsprogramm mit vielen spannenden Veranstaltungen in Anspruch nehmen. Da diese Plätze in der Regel sehr begehrt sind, ermögliche ich vorwiegend Interessierten, die ihre Wurzeln im Wahlkreis haben, ein Praktikum.

Auch Schülerinnen und Schüler können ein Praktikum zur Berufsorientierung in meinem Wahlkreisbüro in Rastatt absolvieren. Für ein bis zwei Wochen erhalten sie Einblick in die Wahlkreisarbeit einer Bundestagsabgeordneten.

 

Ein erstes Kontaktformular finden Interessentinnen und Interessenten hier.

 

Im März 2017 durfte ich im Rahmen eines freiwilligen Praktikums Gabriele und ihr „Berliner“ Team bei ihrer Arbeit im Bundestag unterstützen und Politik hautnah erleben. Die fünf Wochen waren geprägt von wertvollen Erfahrungen, einem abwechslungsreichen Programm und viel Spaß.

Vielfältige Einblicke bot vor allem das Praktikantenprogramm der SPD-Fraktion, was uns PraktikantInnen tolle Ereignisse ermöglichte. So hatten wir bspw. interessante Gespräche mit Personen wie Katarina Barely, Anette Kramme oder Hans-Peter Bartels, tauschten uns mit einem Jungoffizier der Bundeswehr über „Innere Führung“ aus, besuchten Einrichtungen wie das Willy-Brandt-Haus oder das Bundeswirtschaftsministerium und schlossen untereinander Kontakte.

Das Alltagsleben im Bundestag ist, wie sich schnell feststellte, vor allem von der Rechnung „Sitzungswoche-Keine Sitzungswoche“ geprägt. In den Sitzungswochen reisen die Abgeordneten in der Regel aus ihren Wahlkreisen nach Berlin an um hier an diversen Arbeitsgruppen, Ausschüssen und Plenarsitzungen teilzunehmen und dieser Trubel macht sich im Haus bemerkbar.
Gabriele ist Mitglied des Wirtschafts- und Energieausschusses, wodurch ich einigen seiner Sitzungen als Zuschauerin beigewohnt habe. Aber auch andere Expertengespräche anderer Fachbereiche konnte ich wahrnehmen und war so bspw. bei einer Sitzung des Sportausschusses, bei einem öffentlichen Fachgespräch über „MINT-Bildung“,  begleitete mit Heike Baehrens eine Gesundheitspolitikerin zu parlamentarischen Abenden ihres Fachbereichs und war sogar im Plenum selbst.

Die Arbeit in den Ausschüssen und Arbeitsgruppen ist natürlich stark fachspezifisch ausgerichtet und sehr komplex, weshalb ich als Außenstehende nicht alles nachvollziehen konnte, was in den Gesprächsrunden debattiert wurde. Nichtsdestotrotz war es für mich sehr interessant die konkreten Abläufe, Organisationsformen und Arbeitsweisen „live“ beobachten zu können. Generell konnte ich so als „angehende Sozialwissenschaftlerin“ meinen soziologischen Blick in verschiedensten Situationen schulen.

Mit Melanie, Nils und Nathalie hatte ich zum einen fachlich kompetente Ansprechpartner, von denen ich sehr viel lernen konnte. Zum anderen ist das Arbeitsklima zwischen ihnen so kollegial und aufgeschlossen, dass ich mich vom ersten Tag an rundum wohl gefühlt habe. Bei der Arbeit im Büro fand ich vor allem die Aspekte der Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerkommunikation spannend.
Etwas Besonderes waren zudem die Veranstaltungen auf –wortwörtlich- Fraktionsebene, die einem nochmals das Gefühl vermittelt haben, wirklich „dazuzugehören“. An diesem Punkt muss gesagt werden, dass ich mich zu keinem Zeitpunkt als nicht vollwertiger Teil der Arbeit vor Ort gefühlt habe, sondern mir, im Gegenteil, überall auf Augenhöhe begegnet wurde- von der Büroarbeit im Team bis hin zur allgemeinen Parteiebene. Dies ist bestimmt nicht überall eine Selbstverständlichkeit für Praktikanten.
Zu diesem Gefühl beigetragen hat sicherlich auch mein persönliches Highlight: Der Bundesparteitag an dem Martin Schulz mit 100 Prozent zum Parteivorsitzenden gewählt wurde. (Ich habe ihn übrigens kürzlich im RT-Gebäude im Fahrstuhl getroffen und obwohl ich kein Selfie gemacht habe, möchte ich nochmals sagen, dass es wirklich passiert ist.)
Allgemein war es eine einmalige Erfahrung in so einer spannenden Zeit des anstehenden Wahlkampfs am „Ort des Geschehens“ zu sein.

Einer der einprägsamsten Eindrücke ist sicherlich der über das enorme Ausmaß an Arbeit, die man als engagierte Abgeordnete samt Team aufbringen muss. Nach einer bestimmten Zeit, so bilde ich es mir zumindest ein, entwickelt man ein gewisses Gespür dafür wer wirklich Herzblut in seine Arbeit steckt. Ich habe mir Berufspolitiker unnahbar und etwas abgehängter vom Wahlkreis vorgestellt und diese gibt es sicherlich auch zu genüge. Doch es gibt eben auch Politkerinnen, die ansprechbar sind und keinen Aufwand scheuen, eben weil sie ein aufrichtiges Interesse am Wohl der Menschen haben.

Daher bin ich mehr als froh mit Gabriele und ihrem Team auf genau diesen „Typ“ gestoßen zu sein und dankbar für alles, was ich aus Berlin mitnehme.

 

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Wie läuft die Arbeit einer Bundestagsabgeordneten? Wie sieht es hinter den Kulissen des Bundestags aus? Wie funktioniert ein Ausschuss? Antworten auf diese Fragen sind nicht so einfach, wie man vielleicht gemeinhin denken mag. Für mich hieß das: Ich muss einen Blick in das Herzstück unserer Demokratie werfen, um mir selbst ein Bild machen zu können. Über meine Aktivität in der SPD lernte ich Gabriele Katzmarek als Bundestagsabgeordnete für Mittelbaden kennen. Nach einer schriftlichen Bewerbung bekam ich Gelegenheit für eine Woche, 30. November bis 4. Dezember 2015, Gabriele Katzmareks Abgeordnetentätigkeit zu begleiten.

Kaum angekommen, wurde ich sofort offen und herzlich begrüßt. Meine ersten Aufgaben am Montag waren, Geburtstagsglückwünsche zu erstellen und kleine Recherchen im Internet vorzunehmen. Gegen Mittag erfuhr ich bei einer Führung zur Geschichte des Reichstagsgebäudes viele spannende historische Hintergrundinformationen. Dienstags nahm ich an einer Sitzung der SPD-Arbeitsgruppe für Wirtschaft und Energie teil, eine Sitzung des Wirtschafts- und Energieausschusses verfolgte ich am Mittwoch, hier ist Gabriele Mitglied. Hierdurch gewann ich erste Einblicke in die themenbezogene Arbeit der Bundestagsausschüsse. Meine erste eigene inhaltliche Arbeit war die Beantwortung von Bürger-Anfragen zum Beispiel zu den Freihandelsabkommen.

Einem Ereignis von schon historischer Bedeutung wohnte ich gegen Mittag von der Tribüne des Plenarsaals aus bei: die Debatte über eine militärische Beteiligung der Bundesrepublik im Kampf gegen den Islamischen Staat in Syrien. Es entbrannte eine hitzige Diskussion zwischen der Regierungskoalition und der Opposition. Das blieb jedoch nicht das einzige besondere Ereignis dieser Woche, denn am Donnerstag standen die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström und der TTIP-Experte und Europaabgeordnete Bernd Lange, der SPD-Bundestagsfraktion Rede und Antwort zum Stand der Verhandlungen um TTIP und CETA.

Am Freitagnachmittag ging für mich eine ereignisreiche und erfüllte Woche zu Ende. Ich muss offen zugeben, dass mir der Abschied doch ein wenig schwer fiel, denn diese Woche ging viel zu schnell vorbei, um hinter alle interessanten Türen des Bundestags blicken zu können. Abschließend kann ich nur jedem raten, die Chance zu ergreifen und sich für ein Praktikum im Deutschen Bundestag zu bewerben. Ich bin begeistert, nicht zuletzt wegen der besonderen Herzlichkeit von Gabriele Katzmareks Team.

Gabriele Katzmarek mit Juso Michael Börner aus Karlsruhe, der 2015 ein Praktikum in Berlin machte

Mein Name ist Fatih Günes. Ich bin in Rastatt als der Enkel einer Gastarbeiterfamilie aufgewachsen. Seit 2014 lebe ich in Lissabon und studiere European Studies. Mein Interesse für Politik wollte ich in der Praxis miterleben und durfte ein Praktikum im Abgeordnetenbüro von Gabriele Katzmarek absolvieren. Aufgrund meines kurzen Aufenthaltszeitraums in Deutschland konnte ich mich leider lediglich zwei Wochen in Berlin aufhalten, nichtsdestotrotz bot mir das Praktikum ein facettenreiches und spannendes Programm mit unterschiedlichen Themenfeldern an.

Mein Praktikum begann mit einer Führung im Reichstagsgebäude. Die Geschichte und die Bedeutung der Bauelemente haben mich sehr beeindruckt. Am interessantesten fand ich den Andachtsraum, der für mich metaphorisch für das Zusammenleben und die Gleichheit in Deutschland steht.

Im Paul-Löbe-Haus durfte ich an der Arbeitsgruppe für Wirtschaft und Energie teilnehmen. Die Themen waren zum Teil sehr anspruchsvoll, jedoch verlief die AG durchaus interessant, ebenso der Ausschuss für Wirtschaft und Energie. Die Abgeordnete, die man eigentlich nur im Fernsehen sieht, während einer Diskussion zu beobachten und zu begleiten war ein sehr aufregendes Gefühl.

Die SPD-Fraktion bietet für Praktikanten spezielle Programme und Seminare an, die unter
anderem sehr gut dazu dienen, Kontakte zu knüpfen und die Erfahrungen und Impulse untereinander zu teilen. Mit einigen anderen Praktikanten besuchten wir eines Abends die Podiumsdiskussion zum Thema „Die Türkei in der Ära Erdogan: Abschied von Europa?“. Abhängig von meinen Interessen strukturierten wir gemeinsam mit Melanie Bouriat mein Programm, deshalb verlief der Aufenthalt im Paul-Löbe-Haus über das ganze Praktikum hinaus sehr abwechslungsreich, denn ich durfte für unterschiedliche Themenbereiche im Plenum teilnehmen.

Der Berlin-Aufenthalt war eine sehr wichtige Erfahrung für mich. Die Inspirationen und Eindrücke waren ausschlaggebend, ein Teil der SPD zu werden. Deshalb bin ich dann auch in die SPD eingetreten. Meine kulturellen Erfahrungen, die ich durch das Leben zwischen der türkisch, deutschen und portugiesischen Kultur machte und mache möchte ich von nun an politisch umsetzen.

Ich bedanke mich recht herzlich bei Gabriele Katzmarek, die mir dieses Praktikum ermöglichte und mit mir ihre politischen Erfahrungen teilte. Ich bedanke mich auch herzlich bei dem ganzen Team, das mich mit viel Geduld begleitete.

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Vom 04.06. bis 06.07.2016 habe ich am Planspiel Jugend und Parlament (JuP) in Berlin teilgenommen. Dieses soll den Teilnehmenden die Arbeitsweisen des Deutschen Bundestages Jugendlichen näher bringen.

Ich hatte mich für einen Girlsday bei Frau Katzmarek beworben, allerdings entschied das Los sich für eine andere Bewerberin. Frau Katzmarek hat mich daraufhin für das Planspiel vorgeschlagen.

Ich selber engagiere mich politisch nicht, bin aber sehr interessiert an politischen Themen auf Landes- sowie auf Bundesebene.

Während des Planspiels habe ich mich gemeinsam mit den anderen Teilnehmern über drei Gesetzentwürfe und über einen Antrag beraten. Dazu gehörten ein Gesetzentwurf zur Festschreibung von Deutsch als Landessprache im Grundgesetz, ein Gesetzentwurf zur Einführung bundesweiter Volksabstimmungen, ein Antrag zur Ausweitung der Beteiligung deutscher Streitkräfte an der fiktiven Operation EUMISA und ein Gesetzentwurf zur Verbesserung des Tierschutzes in der Landwirtschaft.

Die 315 Teilnehmer (16-20 Jahre) wurden zufällig in vier Fraktionen aufgeteilt, welche den jetzigen Parteien im Bundestag entsprechen. Diese waren die CVP (Christliche Volkspartei), die APD (Arbeitnehmerpartei Deutschlands), die PSG (Partei der sozialen Gerechtigkeit) und die ÖSP (Ökologisch-Soziale Partei).

Es wurde auch jedem eine fiktive Persönlichkeit zugeteilt. Somit habe ich in dem Planspiel nicht als Johanna Beikert, sondern als Franziska Wendel teilgenommen, die 36 Jahre alt ist und aus Fürth kommt. Nach dem Abitur machte sie eine Ausbildung zur Tourismuskauffrau und studierte später Sozialökonomik. Sie trat schon sehr früh der Gewerkschaft ver.di bei und war dort ehrenamtlich tätig. Durch ihre Arbeit als Gewerkschaftssekretärin erwarb sie zahlreiche Kenntnisse und wurde von der PSG bei der Bundestagswahl als Kandidatin aufgestellt. Seit 2013 ist sie Abgeordnete für die Partei der sozialen Gerechtigkeit (PSG) und gehört dem Bundestag an.

Das war mein grober Lebenslauf mit dem ich mich für das ganze Planspiel identifizieren musste. Das war manchmal nicht so leicht, aber mit der Zeit hatte man sich schon sehr gut in seine Rolle einfinden können.

Mit meinen „Genossinnen und Genossen“ von der PSG habe ich mich prima verstanden. Wie auch im jetzigen Bundestag, in dem die Linke in der Opposition ist, waren wir das auch. Das war manchmal sehr frustrierend aber trotzdem hat es uns allen riesigen Spaß gemacht.

In unserer ersten Fraktionssitzung haben wir zunächst unsere beiden Fraktionsvorsitzenden gewählt, welche unsere weiteren Sitzungen geleitet haben. Danach wurde uns der Ausschuss mitgeteilt, in dem wir mitarbeiten würden. Man konnte einige Wünsche angeben, wobei natürlich nicht jeder in den Ausschuss seiner Erstwahl konnte.

Ich wurde dem Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit zugeteilt. Somit beschäftigte ich mich hauptsächlich mit dem Gesetzentwurf zur Verbesserung des Tierschutzes. Dazu trafen wir uns erstmal in der Arbeitsgruppe, um die Gesetzesvorlage inhaltlich zu besprechen. Später hatten wir unsere zweite Fraktionssitzung zur Abstimmung der Fraktionsstrategien.

Die spätere Ausschusssitzung hat mir persönlich besonders viel Spaß gemacht. Von der PSG waren wir dort nur zweit, aber dennoch konnten wir sogar einige unserer Forderungen durchbringen. Trotzdem war uns schließlich die Beschlussempfehlung des Gesetzentwurfes nicht weitreichend genug, sodass wir letztendlich diese gemeinsam als Fraktion im Plenarsaal ablehnten.

Ob nun der eigene persönliche politische Standpunkt mit dem der Partei übereinstimmte, spielte während der ganzen vier Tage keine Rolle. Das war auch nicht sehr hinderlich, da wir schon nach einem Tag so sehr in die Themen und unsere Identitäten vertieft waren, dass den Diskussionen in den Ausschusssitzungen, den Arbeitsgruppen- bzw. Arbeitskreissitzungen und den Fraktionssitzungen nichts mehr im Weg stand.

Durch diesen lebendigen und realitätsnahen Einblick in die Abläufe der parlamentarischen Arbeit habe ich die Arbeitsweisen des Deutschen Bundestags besser kennengelernt.

Vor allem hat es mich beeindruckt, wie viel Respekt uns Jugendlichen entgegengebracht wurde. Wir hatten mit unserer Zutrittsberechtigung die Erlaubnis, uns in den vier Parlamentsgebäuden frei zu bewegen.

Auch die Zeit im Plenarsaal genossen wir alle sehr. Es ist nämlich eigentlich sehr unüblich, diesen als „Außenstehender“ außer über die Besuchertribünen zu betreten.

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Mein Name ist Jule Marie Muck und ich bin Schülerin des Bismarck- Gymnasiums in Karlsruhe. Meine Hauptfächer sind Deutsch und Mathematik, Latein, Englisch und Gemeinschaftskunde. Neben meiner Tätigkeit als Oberministrantin in der Seelsorgeeinheit Malsch bin ich auch in unserer Amnesty-AG des Bismarck-Gymnasiums aktiv.

Ich interessiere mich schon lange für Politik. Deshalb wollte ich etwas im Rahmen des BOGY- Praktikums mit Politik machen und bewarb mich bei Gabriele Katzmarek, da ich die SPD schon immer als eine Partei gesehen, mit deren Programm ich mich am besten identifizieren konnte.

Am 25.01.2016 ging es dann los. Ich durfte eine Woche lang, bis zum 29.01.2016 den Mitarbeiten im Abgeordnetenbüro in Rastatt über die Schulter schauen.

Meine Kollegen für diese Woche waren Judith Giese, Renate Schwarz und Jonas Weber.

In dieser Woche habe ich sehr viel erfahren und gelernt. Nicht nur, wie man zum Beispiel eine Berlinfahrt organisiert, sondern auch wie man eine Demonstration auf den Weg bringt. Ich habe eine Sitzung besucht, in der Themen wie zum Beispiel „Frühe Hilfe bei Kleinkindern und Säuglingen“ oder „Prävention von Rechtsradikalismus“ besprochen wurden. Ich habe in dieser Woche jedoch nicht nur zugeschaut, sondern durfte auch selber aktiv werden. Ich habe eine Antwort auf einen Bürgerbrief geschrieben, habe ein paar Sachen Korrektur gelesen und viel recherchiert.

Diese Woche hat mir sehr viel mit auf den Weg gegeben. Nicht nur, dass ich sehr nette Kollegen hatte, sondern auch dass mir gezeigt wurde, was hinter den Kulissen alles geschieht.

Jule-Marie nahm 2016 am Girls' Day teil.

Vom 1. September bis zum 10.10. durfte ich als Praktikantin im Abgeordnetenbüro von Gabriele Katzmarek in Berlin arbeiten. Das sechswöchige Praktikum absolvierte ich im Rahmen meines Bachelorstudiums der Sprache und Kommunikation an der Philipps-Universität in Marburg.

Ursprünglich komme ich aus Gabrieles Wahlkreis, genauer aus Gernsbach. Dies half mir in einigen Punkten die Anliegen und Anfragen der Bürger besser zu verstehen. Ich konnte einen vielseitigen Einblick in die Arbeit des Deutschen Bundestags gewinnen, vor allem in die der Mitarbeiter Nathalie Nieding, Melanie Bouriat und Nils Binder.

Aber auch Gabrieles Arbeit konnte ich kennenlernen, indem ich sie zu Arbeitsgruppen- und Ausschusssitzungen begleitete und mit ihr an Tagungen und Gesprächen zu ihren Fachthemen Gesundheitswirtschaft und Industrie 4.0 teilnahm. Wenn mich Themen interessierten, die gerade im Plenum diskutiert wurden, konnte ich zuhören, ebenso wie in Ausschüssen, die nicht zu Gabrieles Tätigkeitsbereich gehören.

Speziell für Praktikanten bietet die SPD-Fraktion ein vielfältiges Programm an, bei dem ich viele Praktikantenkollegen und Institutionen kennenlernen konnte. So nahm ich an Diskussionen und Vorträgen zu aktuellen Themen mit kompetenten Ansprechpartnern wie Lothar Binding zur Finanzkrise oder Bundestagspräsident Norbert Lammert zum Parlamentarismus teil. Außerdem wurden Führungen und Besichtigungen durch das Bundeskanzleramt, den Bundesrat, das Bundespräsidialamt und das Finanzministerium angeboten.

Insgesamt bot mir dieses Praktikum einen umfangreichen Einblick in die tägliche Arbeit des Bundestages und der Politik und ist somit sicherlich ein Anhaltspunkt für meine spätere Berufswahl. Ich danke Gabriele und ihrem sympathischen Team, dass sie mir die Möglichkeit gegeben haben, eine so komplexe Institution wie den Deutschen Bundestag, welchen man sonst nur aus den Medien und sehr oberflächlich kennt, von innen zu betrachten. Ich durfte dabei die Arbeitsprozesse kennenlernen, mich einarbeiten und dabei viel lernen.

Valerie Horn aus Gernsbach machte ein Praktikum bei mir in Berlin

Von Anfang November 2014 bis Ende Januar 2015 war ich Praktikant im Abgeordnetenbüro von Gabriele Katzmarek in Berlin. Das Praktikum absolvierte ich im Rahmen meines Studiums am Karlsruher Institut für Technologie. Zurzeit schreibe ich an meiner Masterarbeit zum Themenbereich Nachhaltigkeit, Corporate Social Responsibility und Innovationen.

Während den drei Monaten erhielt ich einen umfassenden Einblick in die tägliche Arbeit von Gabriele  und ihrem Team. Dabei konnte ich Nathalie Nieding, Nils Binder und Melanie Bouriat bei der täglich anfallenden Arbeit unterstützen. Hierbei war ich hauptsächlich für die Bearbeitung der Post, dem Koordinieren von Terminen, der Beantwortung von Bürgerbriefen, dem Schreiben von Pressemitteilungen sowie dem Durchführen von Recherchen zuständig. Daneben konnte ich mich in Veranstaltungen miteinbringen, an denen Gabriele in ihrem Wahlkreis teilgenommen hatte. Beim von der SPD-Fraktion jährlich organisierten Planspiel Zukunftsdialog habe ich die Arbeitsgemeinschaft Digitale Agenda betreut.

Die Aufgaben und die Arbeitsweise des Deutschen Bundestages habe ich anhand von AG-, Ausschuss- und Plenarsitzungen kennengelernt. Dabei konnte ich auch an einer Fraktionssitzung teilnehmen. Gabriele begleitete ich zu den AG- und Ausschusssitzungen in ihrem Schwerpunktbereich Wirtschaft und Energie. Hierbei konnte ich mir ein umfangreiches Bild von der aktuellen Wirtschafts- und Energiepolitik machen und mich über die  forschungs- und innovationspolitischen Ziele und Maßnahmen der Bundesregierung, etwa an Hand der „Hightech-Strategie – Innovationen für Deutschland“ sowie des „Bundesberichts Forschung und Innovation 2014“  informieren. Auch mit Themen in den Ausschüssen für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung sowie Digitale Agenda konnte ich mich auseinandersetzen. Besonders spannend und informativ waren für mich die Sitzungen des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung, der die Nachhaltigkeitspolitik der Bundesregierung auf nationaler wie auch auf europäischer Ebene parlamentarisch begleitet. Die Themen reichten hier von Nachhaltigem Handeln in der Wirtschaft über der Stärkung und Weiterentwicklung von Nachhaltigkeitszielen und -indikatoren, dem Peer Review zur Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie von 2013 bis zur „Post 2015-Agenda für Nachhaltige Entwicklung“. Themen, mit denen ich mich neben der Innovationspolitik im Rahmen meiner Masterarbeit intensiv auseinandersetze.

Ein besonderes Highlight war das von der SPD-Fraktion eingerichtete PraktikantInnenprogramm. Hier wurden Führungen etwa durch das Bundeskanzleramt und das Willy-Brandt-Haus angeboten. Daneben bestand die Möglichkeit an Gesprächen mit Parlamentariern, Vertretern der Bundeswehr, Botschaftern sowie mit Experten aus unterschiedlichen Bereichen der Wissenschaft und Politik teilzunehmen. Es wurden die fraktionsübergreifenden Gesprächsreihen „Die Post-2015-Agenda für nachhaltige Entwicklung“ und „Die Zukunft Europas“ angeboten.

Neben der parlamentarischen Arbeit konnte ich Gabriele zu außerparlamentarischen Veranstaltungen begleiten. So konnte ich an dem von der FES veranstalteten Fachgespräch zu Industrie 4.0 und der von BMW organisierten Veranstaltung „Automobilindustrie 4.0 – Die Zukunft des Standorts Deutschland“ teilnehmen.

Insgesamt bot mir das Praktikum im Berliner Abgeordnetenbüro von Gabriele einen umfassenden Einblick in die tägliche Arbeit einer Bundestagsabgeordneten und ihres Teams. Ich konnte drei Monate lang Politik auf Bundesebene hautnah miterleben.

Besonders herzlich bedanken möchte mich bei Gabriele, Nathalie, Nils, Ademir und Melanie, die mich in den arbeitsintensiven, aufschlussreichen und abwechslungsreichen Wochen und Monaten immer unterstützt haben und wünsche ihnen für die Zukunft alles Gute.

Mit Schülerinnen und Schülern der Rheintalschule Bühl konnte ich mich in Berlin über die aktuelle Politik unterhalten. Eine sehr nette Truppe, schön dass Sie da waren!

Die Erfahrungen, welche ich während meines Praktikums im Bundestags Büro von Gabriele Katzmarek sammeln durfte, haben mich nicht nur im Bereich meines Studiums der VWL, sondern auch als Mensch weiter gebracht.

Mit zu erleben, wie im großen Kreis z.B in Ausschüssen und Plenarsitzungen, aber auch im kleinen Kreis z.B in Bürobesprechungen oder Arbeitsgemeinschaften Politik abläuft, hat mich verstehen lassen, was die Arbeit eines Abgeordneten und seiner Mitarbeiter auszeichnet. Recherchen, Bürgerkommunikation, Fachgespräche und politische Debatten sind nur wenige der vielfältigen Aufgaben, welche im Alltag anfallen. Gabriele und ihr Team in Berlin haben mich herzlich aufgenommen und mich motiviert, mich mit einzubringen, selbständig Themen zu erarbeiten und mich politisch zu informieren.

Besonders dankbar bin ich für die unterschiedlichen Möglichkeiten, welche mir hier geboten wurden. Ich hatte die Wahlfreiheit, mich in Themen zu vertiefen, konnte mir aber meine Zeit selbst einteilen und zu Vorträgen und Veranstaltungen gehen, welche mich interessiert haben. Der Grundgedanke, ein Praktikum als Möglichkeit für den Praktikanten in unterschiedliche Themenbereiche rein zu schauen und sich ein Bild des Berufsfeldes und der Einrichtung zu machen, wird hier aus voller Überzeugung umgesetzt.

Bei der Fraktionssitzung am 11.03.2014 wurde mir deutlich wie umstritten und hitzig manche Themen auch innerhalb der Partei sind. Die Entlastung von Kommunen und das Teilhabegesetzt führten in der Fraktionssitzung zu aufbrausenden Beiträgen von Sigmar Gabriel, Ulla Schmidt und anderen Abgeordneten. Hier war nichts mehr zu spüren von politischer Etikette und kühlen Fachdiskussionen – Politik mit Leidenschaft und Herzblut, Zwischenrufe, lautstarker Applaus und sonst so ruhige Spitzenpolitiker in Rage füllten den Fraktionssaal im Reichstagsgebäude.

Über den bereits sehr abwechslungsreichen Alltag hinaus wurde das Praktikum durch das eigens initiierte Praktikanten-Programm der SPD noch vielseitiger. Hier wurde die Möglichkeit geboten, bei unterschiedlichsten Veranstaltungen in abwechslungsreichen Modulblöcken teilzunehmen. Neben Gesprächen und Besichtigungen der einzelnen Ministerien wurden Diskussionsrunden mit DAX-Unternehmen wie Google, Facebook und Daimler veranstaltet.

Im Modul „Nahostkonflikt“ wurden wir durch eine Vertreterin der „Stiftung Politik und Wissenschaft“, welche normalerweise die Bundesregierung berät, in die problematischen Verhandlungen und Positionen von Israel und Palästina eingeführt. In folgenden Diskussionsrunden mit Verantwortlichen des Auswärtigen Amtes und Rolf Mützenich als stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzende und „Nahost-Experte“ der SPD hatten wir die Möglichkeit, Fragen zu stellen und unterschiedliche Erfahrungen zu diskutieren. Beim Abschlussgespräch mit der Botschafterin der Palästinensischen Mission konnte das zuvor angeeignete Wissen genutzt werden, um kritische Fragen zu stellen und eine angeregte Diskussion zu führen.

Zweifelsohne kann ich sagen, dass mein gelungenes Praktikum vor allem Gabriele und ihrem Team zu verdanken ist. Meine Tätigkeit als Praktikant wurde wertgeschätzt und in einer angenehmen Arbeitsatmosphäre zu arbeiten, motivierte mich täglich.

Kam ein Problem auf, nahm man sich Zeit und suchte gemeinsam nach einer Lösung. Bei Fragen stand mir immer jemand zur Verfügung und in kürzester Zeit wurde ich ein Teil des Teams. Der Weg zurück in den Studienalltag fällt bei so einem abwechslungsreichen und interessanten Praktikum natürlich besonders schwer.

Vielen Dank für die tollen Erfahrungen, die ich bei euch sammeln durfte.

David Bohn

David Bohn