Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion

Im September 2019 hat die SPD-Bundestagsfraktion mich erstmals als Parlamentarische Geschäftsführerin in ihren Geschäftsführenden Vorstand gewählt. Zu Beginn und in der Mitte der 20. Legislaturperiode wurde ich in diesem Amt bestätigt. Parlamentarische Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer sind Manager der Fraktion im parlamentarischen Umfeld. Für die SPD-Bundestagsfraktion übernehme ich in dieser Funktion die Verantwortung für Personalfragen sowie für die Organisation und Weiterbildung der Fraktionsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter.  In diesem Amt bin ich neben meiner Arbeit in den Bundestagsausschüssen für die rund 280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fraktion zuständig und Ansprechpartnerin für die rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SPD-Bundestagsabgeordneten.  Darüber hinaus bin ich Mitglied im Ältestenrat des Deutschen Bundestages. Außerdem vertrete ich die sozialdemokratischen Interessen sowohl in der Mitarbeiterkommission als auch in der Bau- und Raumkommission des Ältestenrates des Deutschen Bundestages und bin Sicherheitsbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion.

 

Mitgliedschaften in den Ausschüssen des Deutschen Bundestages

Für die SPD-Bundestagsfraktion bin ich in der 20. Wahlperiode ordentliches Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft. Hier kann ich mich aktiv für unsere wirtschaftlich starke Region einsetzen. Ferner bin ich stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales, im Ausschuss für Gesundheit, im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung sowie im Unterausschuss Globale Gesundheit. In diesen Ausschüssen fungiere ich als Bindeglied zwischen wirtschaftspolitischen Themen und den Themen der Arbeitsmarkt-, Sozial-, Gesundheits- und Bildungspolitik. Als einziges baden-württembergisches Mitglied des Wirtschaftsausschusses bin ich darüber hinaus die Ansprechpartnerin für Wirtschaftsthemen in Baden-Württemberg.

 

Berichterstatterin Arbeitsmarkt und Fachkräfte

Im Parlament kann nicht jeder Abgeordnete für alle Themen zuständig sein. Deshalb benennen die einzelnen Fraktionen jeweils Berichterstatterinnen oder Berichterstatter für ein Thema. Zwei meiner Berichterstattungsthemen umfassen den Arbeitsmarkt und die Sicherung der Arbeitsplätzte für Fachkräfte. Mein Ziel ist es, den Menschen die gesetzlichen Rahmenbedingungen für gute Arbeit von morgen zu geben. Dazu brauchen wir einen angemessenen Mindestlohn und flächendeckende Tarifverträge für alle Beschäftigten. Dafür arbeite ich seit vielen Jahren. Außerdem ist es mir sehr wichtig, dass wir allen Menschen die Chancen bieten, ihre Talente zu nutzen, um fachliche Fähigkeiten zu erwerben und zu stärken. Dadurch sichern wir den großen Bedarf an Fachkräften in Deutschland. Als ehemaliges Mitglied in der Enquetekommission „Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt“ des Deutschen Bundestages beschäftige ich mich im Wirtschaftsausschuss auch weiterhin mit den Herausforderungen, die die sozial-ökologische Transformation und eine digitalisierte Arbeitswelt mit sich bringen. Qualifizierung ist der Schlüssel dafür, dass alle von diesen Entwicklungen profitieren können.

 

Berichterstatterin Gesundheitswirtschaft

Mein zweites Berichterstattungsthema ist die industrielle Gesundheitswirtschaft. Sie gehört zu den größten Branchen der deutschen Wirtschaft und umfasst die drei Kernbereiche Biotechnologie, Pharmaka und Medizintechnik. Rund eine Million Menschen arbeiten in Deutschland in diesem Sektor. Allein seit 2013 sind hier 200.000 neue Stellen geschaffen worden. Damit ist sie einer der Jobmotoren in Deutschland. Ganz besonders beschäftigt mich die Frage, wie sozialdemokratische Industriepolitik aktiv dazu beitragen kann, die industrielle Gesundheitswirtschaft am Standort Deutschland zu sichern, weiter zu entwickeln und zu stärken – besonders mit dem Ziel, Arbeitsplätze zu sichern und gute Beschäftigung für alle Menschen zu schaffen. Dies kann nur gelingen, wenn wir es schaffen, die Innovationen im Land zu halten, ohne dabei die hohen deutschen Standards, für die wir international geschätzt werden, aufzuweichen. Wichtig ist mir, dass an Innovationen, dass am Fortschritt in der Gesundheitsversorgung, alle Menschen teilhaben können und die Versorgungssicherheit gewährleistet ist. Ich habe daher das SPD-Fachforum „Industrielle Gesundheitswirtschaft“ ins Leben gerufen. Dort treffen alle relevanten Akteure der industriellen Gesundheitswirtschaft aufeinander und entwickeln Konzepte für aktuelle Chancen und Herausforderungen.

 

ASEAN und Südasiatische Parlamentariergruppe

Die internationale Vernetzung mit anderen Parlamentarierinnen und Parlamentariern ist dem Deutschen Bundestag sehr wichtig. Was können wir von anderen Demokratien lernen? Wo können wir Hilfestellung geben, die sich im jeweiligen Land positiv auswirkt?
Ich bin aktuell Vorsitzende der ASEAN- und Mitglied der Südasiatischen Parlamentariergruppe. Wir pflegen freundschaftliche Beziehungen zu Parlamentarierinnen und Parlamentariern aus Brunei, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam. Aber auch der Austausch mit Nichtregierungsorganisationen und Menschenrechtsverbänden ist uns sehr wichtig. Bei Delegationsreisen und etlichen Termin in Berlin verschaffen wir uns einen persönlichen Eindruck von den aktuellen Themen in diesen Ländern.

 

Stellv. Vorsitzende Gesprächskreis ArbeitnehmerInnenpolitik

Als Gewerkschafterin liegen mir die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer besonders am Herzen. Diese Haltung verliere ich selbstverständlich auch als Wirtschaftspolitikerin nicht. Ich bin überzeugt davon, dass es jedem Unternehmen besser geht, wenn es den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gut geht. Die Mitbestimmung ist ein Standortvorteil Deutschlands. Im Arbeitskreis Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerpolitik entwickeln wir genau solche Ansätze. Soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Stärke sind zwei Seiten derselben Medaille. Jede und jeder Beschäftigte muss von unserem starken Mittelbaden profitieren.